Düsentrieb lebt

Sie sind keineswegs vertrottelte Professoren oder ulkige Daniel Düsentriebs: Erfinder gab es zu allen Zeiten und ihnen verdanken wir alle unsere technischen Errungenschaften. Auch heute noch rauchen weltweit die Köpfe mit neuen Entwicklungen, fortschrittlichen Ideen und technischen Visionen. Allein in Deutschland wird durchschnittlich alle neun Minuten ein neues Patent eingereicht, um die 600000 Anträge konnten positive Bescheide erhalten und wurden als innovative Idee aufgenommen. Statistisch gesehen würde das Patentamt in München mehr als zwanzig Kilometer Länge mit den Anträgen eines Jahres füllen können. Und Deutschland als Land der Dichter und Denker ist dabei natürlich wie zu erwarten ganz groß dabei und erfinden ständig spannende Neuigkeiten. Aus etwas Möglichem wird etwas Machbares, für ein Problem wird eine Lösung plötzlich in greifbare Entfernung gerückt. Am meisten wird in den Forschungslabors großer Unternehmen von Vollzeiterfindern getüftelt, doch rund 10 Prozent der Patentanmeldungen kommen von findigen Privatleuten. Baden-Württemberg hat dabei die Nase vorn, Bayern und Nordrhein-Westfahlen folgen in der Hitliste der erfindungsreichsten Bundesländer. Ein Beispiel für solche Privat-Erfinder ist Karl-Werner Schmitz, ein Versicherungskaufmann der das Bauklotz-Erklärungsprinzip erfand. Mit Bauklotz-Verfahren macht er Abstraktes begreifbar: Ohne den Bauklotz Arbeitskraft stürzt das Eigenheimhaus ein, denn nur Hypotheken tragen nicht. Ein Chemieunternehmen entwickelte beispielsweise Siliziumpulver mit Namen Aerosil, das Wasser aufsaugt und speichert, ohne selbst feucht zu sein. 0,2 Liter Wasser werden von zehn Gramm Aerosil gespeichert. Viele Erfindungen wie der Baby-Body haben medizinische Natur: Dieser eigentlich unauffällig normal aussehende Body hat innen Sensoren, die Werte wie Herzfrequenz und Temperatur des Babys die ganze Zeit messen und bei Problemen sofort Alarm schlagen.

Autor: Andreas Mettler
Datum: Freitag, 29. Mai 2009 6:50
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