Wer kann in eine private Krankenversicherung wechseln?
Will man die Frage aus der Überschrift beantworten, dann muss man ein wenig ausholen. Denn nicht jeder, der möchte, kann in eine private Krankenversicherung wechseln. Vorbehalten ist dies nur Beamten und Selbständigen. Aber auch Angestellte haben die Wahl. Halt, die sind doch alle gesetzlich pflichtversichert, oder? Richtig! Aber nur, wenn sie nicht über die Jahreseinkommensgrenze gelangen. Die wird jährlich neu bestimmt und liegt im Jahr 2009 bei 48.600 Euro. Wer drei Jahre hintereinander über diese Grenze kommt, der kann ebenfalls wählen, ob er lieber in der gesetzlichen bleiben oder in die private wechseln will. Doch ist es immer günstiger, wenn man eine private Krankenversicherung wählt? Das kann man pauschal nicht sagen, sondern muss von Fall zu Fall entschieden werden. Denn es gibt einige Punkte, die man beachten muss. Beim Wechsel in eine PKV muss man wissen, dass die Beiträge hier nicht nach der Gehaltshöhe berechnet werden, sondern mehreren Faktoren unterliegen. So zählen das Geschlecht, das Alter, der Beruf und der allgemeine Gesundheitszustand eine erhebliche Rolle. Frauen zahlen schon mal prinzipiell mehr als Männer. Dann muss man höhere Beiträge zahlen, je älter man ist. Auch wenn man einen Beruf ausübt, der mit einem hohen gesundheitlichen Risiko einhergeht, können die Beiträge steigen. Und zu guter Letzt müssen sich Versicherungswillige einer Gesundheitsprüfung unterziehen. Je nach dem Zustand wird entschieden, wie hoch der Beitrag ausfällt, oder ob sogar eine Ablehnung erfolgt. So gesehen muss es also nicht immer günstiger sein, in eine private Kasse zu wechseln. Will sich beispielsweise ein Selbständiger über Tarife informieren, sollte er folgende Wörter in eine Suchmaschine eingeben: private Krankenversicherung Freiberufler. So ist gewährleistet, dass er immer einen genauen Überblick hat.
