Feuchte Keller – die unterschätzte Gefahr

Nasse Wände und Medizin haben viel mehr miteinander zu tun, als die meisten Menschen sich vorstellen können. Dringt nämlich dauerhaft Feuchtigkeit in Wände ein, dann siedeln sich dort bald auch Schimmelpilze an. Selbst regelmäßiges Putzen kann diese nur oberflächlich entfernen. Viele Menschen hatten mit diesem Problem schon einmal im Badezimmer zu tun, zumindest dann, wenn es keine Fenster gibt und das Bad daher nur unzureichend gelüftet werden kann. Zu erkennen ist der Schimmelbefall an dunklen Flecken vor allem auf den Fugen zwischen den Kacheln. Aber selbst wenn es gelingt, diese Flecken zu entfernen, so ist damit der Schimmel nicht vertrieben. Denn Schimmelpilze bilden, wie alle Pilze, ein langes Geflecht aus dünnen Fäden, das tief in die Wand eindringt. Gesundheitsschädlich ist dieser Schimmel, weil er sich durch Sporen vermehrt, die sich über die Luft ausbreiten. Wer sich in Räumen mit Schimmel aufhält, atmet diese Sporen daher ein. In geringen Mengen sind sie nur für besonders anfällige Personen bedrohlich, wie zum Beispiel für alte Menschen oder kleine Kinder. In größeren Mengen – etwa wenn man sie regelmäßig einatmet – können sie allerdings bei jedem ernsthafte Vergiftungserscheinungen hervorrufen. Nasse Wände sind daher nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. Besonders gefährlich sind die in älteren Gebäuden oft feuchten Keller, zumal viele Menschen sich häufig dort aufhalten, etwa weil sie ihre Vorräte dort lagern oder weil sie im Keller einem Hobby nachgehen. Ein wichtiges Warnzeichen für Schimmelbefall im Keller ist neben den schon erwähnten Flecken an der Wand auch der typische, moderige Geruch. Wenn man diese Warnzeichen bemerkt, sollte man unbedingt einmal einen Experten für Feuchtesanierung konsultieren. Wohnt man in einem Mietshaus, ist es das Beste, einmal den Vermieter auf das Problem anzusprechen. Möglicherweise ist der sich des Problems noch gar nicht bewusst.

Autor: Andreas Mettler
Datum: Dienstag, 24. März 2009 17:47
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