Kuchenzubehör
Kuchenzubehör - Besteck
Silber wurde Jahrhunderte lang zur Herstellung für Essbestecke verwendet, da es ein säureresistentes Metall ist, das jedoch von schwefelhaltigen Nahrungsmitteln wie Fisch oder Ei angegriffen werden kann. Deshalb gibt es ein besonderes, mit Gold überzogenes Silberbesteck, das unter dem Namen Fischbesteck bekannt ist. Für Eier und Kaviar werden Löffel aus Perlmutt bzw. Horm hergestellt.
Da Silber und Silberprodukte teuer waren, versuchte man Anfang des 19. Jahrhunderts einen kostengünstigeren Rohstoff als Ersatz für die Herstellung von Besteck zu finden. In den 1920er Jahren kam eine Kupfer-Zink-Nickel-Legierung mit dem Namen „Neusilber“ auf den Markt. Der Name war jedoch irreführend, denn das produkt enthielt überhaupt keine Silber. Zur selben Zeit produzierte ein Unternehmen in Sachsen ein ähnliches Produkt – dieses trug den Namen Argentan. Silber konnte auch durch Zinn und Antimon ersetzt werden. Während des Zweiten Weltkriegs und in der Nachkriegszeit griff man wegen der Knappheit der Rohstoffe auch auf Aluminium als Material für Bestecke zurück.
In der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik (DDR) produzierte über längere Zeit sogar ein volkseigener Hersteller Aluminiumbesteck. Kurze Zeit nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs, ab den 1920er Jahren wurde Besteck immer heufiger aus Edelstahl hergestellt und war ab den 30er Jahren auch zunehmend über den Markt erhältlich. Edelstahlbesteck galt in den privaten Haushalten aber immer noch als eine Seltenheit und war auch nicht in jedem Restauarant oder jeder Kantine der großen Unternehmen vorzufinden. Anfangs wurde Edelstahl nicht gerade als vornehm bezeichnet – es galt eher als ein billiger Ersatz für Silber.
Der belgische Chemiker Leo Baekeland stellte als erster im Jahre 1907 Besteck aus einem vollsynthetischen Kunststoff her. Seit den 1940er Jahren wird eine Großteil des Bestecks aus Acryl hergestellt. Das Material dient nicht nur zur fertigung von Eierlöffeln und Saladbestecken, sondern auch zur Herstellung von nahezu allen Einweg-Bestecken und für die sogenannten „To-Go“ oder „Fast-Food“ Gerichte.
