Das schwierige Leben in der Serengeti

Wer auf seinen Reisen Tansania und die grandiose Natur des ostafrikanischen Landes erleben will, sollte unbedingt im großartigen Serengeti-Nationalpark vorbei schauen. Neben den zahlreichen anderen Nationalparks in Tansania ist er wohl der weltweit bekannteste. Umschlossen wird der Nationalpark von der Serengeti. Das Wort, das aus der Sprache der Massai, einem Hirtenstamm, das in Kenia und Tansania beheimatet ist, stammt, bedeutet ins Deutsche übersetzt „das endlose Land“. In der sehr baumarmen Savanne gibt es etwa 1500000 Gnus zu sehen, die neben den Gazellen, Zebras und Büffeln zu den am häufigsten vorkommenden Tieren der Serengeti zählen. Trotzdem der Serengeti-Nationalpark mit seinen über 17000 Quadratkilometern Fläche einen erheblichen Beitrag zum Umweltschutz leistet, ist er insbesondere bei der eigenen Bevölkerung häufig in Kritik geraten. Mit seiner Gründung beziehungsweise Ernennung zum Nationalpark im Jahr 1951 wurden nämlich die Bewohner des Gebietes vertrieben. Diese versuchen seitdem ihren Heimatanspruch geltend zu machen. Die Regierung beugte sich dem Druck und verfügte Förderungen für die Menschen, die am Rande des Nationalparks lebten, was jedoch zu vielen Zuzügen anderer Menschen führte, die davon profitieren wollten. Deshalb wurde jüngst ein neues Projekt gestartet, bei dem den Einwohnern ihr Land mit der Vorgabe zurück gegeben wurde, sich um den Naturschutz in dem ihnen anvertrauten Gebiet zu kümmern. Im Gegenzug würden sie am daraus entstehenden Tourismus finanziell teilhaben. Sowohl für die Einwohner als auch für die Tiere der Serengeti kann man nur wünschen, dass das Projekt ein Erfolg wird.

Autor: Andreas Mettler
Datum: Donnerstag, 12. März 2009 17:14
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