Vitaltee

Entsprechend der berühmten indischen Regel bereitet man Tee in einer mit kochendem Wasser angewärmten Kanne zu, verwendet pro Becher einen gehäuften Teelöffel getrockneter Teeblätter, übergießt sie mit kochendem Wasser und schüttet dann das Aufgussgetränk innerhalb von sieben min. in eine zweite angewärmte Kanne. Experten empfehlen, den Tee nur drei min. ziehen zu lassen, zumal nach dieser Zeit die in den Teeblättern beinhalteten Gallotanninen frei gesetzt werden, die den anregenden Effekt des Koffeins im Tee lindern. Tee kann man je nach Gefallen mit Dosenmilch, Zuckerwürfeln, Zitrone, oder Arrak trinken. Die Behauptung, in Teebeuteln sei Tee minderer Qualität, ist nicht wahr. In Teebeuteln sind erlesenere Stückchen ohne Halme. Jeder der ein Teeei benutzt, sollte dieses maximal zur Hälfte füllen. Denn nach dem Überbrühen mit siedendem Wasser quellen die Teebestandteile auf und nehmen so an Volumen zu. Tee benötigt zur Aromaentfaltung Luft. Das Aroma des Teeaufgusses ist von der Qualitätsklasse abhängig. Die allerbeste Tee-Qualitätsklasse ergeben die so genannten Augen und die jüngsten Blättchen des Teestrauchs. Nachdem die Teeblätter abgezupft sind, müssen sie zuerst welken, danach werden sie gehackt, oxidiert und endgetrocknet. Manche Teesorten werden jedoch nicht oxidiert sondern anstattdessen gedämpft. Gesundheitsdienliche Ingredenzien, die vor Diabetes schützen, bleiben erhalten. Der gesündeste Aufguss der Welt soll der Jiaogulan Tee sein, der auch “Kraut der Unsterblichkeit” genannt wird, kein Teei oder Koffein aufweist, aber doch anregend ist und einen günstigen Effekt auf die Fitness vieler Menschen hat. Das Grün der rasend schnell gedeihenden, durchschnittlich fünf Meter hohen Staude, die zu den Magnoliophyta zählt, werden in der russischen Medizin als Medikament angewandt. Der Tee gehört in der EU nicht wirklich zu den Arzneimitteln, sondern ist ein Mittel zur Nahrungsergänzung. In Amerika wird jener ein bisschen zuckerig mundende Aufguss, dort auch als “Jung-bleib-Tee” bezeichnet, schon jahrelang getrunken, in Deutschland ist er noch etwas unbekannt. Ein Tee der absolut exklusiven Art ist Reishi, ein Heilpilz, dessen heilende Wirkung die Immunabwehr, den Magen und die Verdauung günstig beeinflusst. Der Thailändische Begriff Wu Ling bedeutet “Pilz des ewigen Lebens” oder aber auch “Tausend-Jahrzehnte-Pilz”. Für den Tee werden fein geschnittene, gedorrte Scheiben angewandt, die über Tag in kaltem Kristallwasser einweichen sollten. Danach wird das Wasser inklusive des Pilzes erwärmt und dreizehn min. geköchelt und anschließend abgeschüttet. Der Tee schmeckt etwas herb und kann mit Waldhonig oder Kandiszucker gesüßt werden.

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Autor: karl krueger
Datum: Dienstag, 17. Februar 2009 18:51
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