Auszeichnung für energieeffiziente Unternehmen

Zum zweiten Mal haben im Januar 2009 die Deutsche Energie – Agentur dena in Zusammenarbeit mit der Deutschen Messe sowie den Stromproduzenten E.ON, EnBW, RWE und Vattenfall Europe die Initiative EnergieEffizienz gestartet. Der auch vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie geförderte Wettbewerb richtet sich an Unternehmen, die sich die effiziente Ausnutzung von Gewerbestrom, auf die Fahnen geschrieben haben. Der erste Sieger der in 2007 ins Leben gerufenen Initiative war Firma Weidmüller Interface GmbH Co. KG, die die Beheizung ihrer Galvanikbäder von zuvor einzelnen Tauchsiedern auf ein erdgasbetriebenes Blockheizkraftwerk mit Abwärmenutzung umstellte. Der führende Anbieter von Lösungen für Energie-, Signal- und Datenübertragung konnte mit dieser Substitution den Stromverbrauch um 775.000 kWh reduzieren. Im Jahr 2008 war die Firma Festo AG & Co. KG der erste Sieger des Wettbewerbs. Der Hersteller pneumatischer und elektrischer Technologien für Fabrikautomatisierung hatte bei der Erweiterung der Produktionskapazität seines Standortes in St. Ingbert / Rohrbach in 2004 und 2005 die effiziente Energienutzung konsequent an erste Stelle gesetzt und somit laut dena 38% seines jährlichen Verbrauches sowie der Energiekosten im Vergleich zu einer konventionellen Planung einsparen können. Das produzierende Gewerbe sowie kleine und mittelständische Unternehmen sollen mit dem Wettbewerb in der Hauptsache angesprochen werden, die Teilnahme ist jedoch ohne Größen- oder Branchenbeschränkung möglich. Die effiziente Nutzung von Industriestrom soll nicht nur ein Preisgeld in Höhe von maximal 15.000 Euro für den Sieger sondern auch als Referenz für Energieeffizienz ein Aushängeschild für alle sich dem Wettbewerb stellenden Unternehmen sichern, die in diesem Rahmen die Möglichkeit bekommen, sich und ihre Referenzprojekte einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren. Wirtschaftlichkeit, Nachhaltigkeit und die Vorbildfunktion der Lösungen werden ebenso wie der Innovationsgrad, die Übertragbarkeit auf andere Unternehmen und die positiven Umwelteffekte (insbesondere Klimaschutzrelevanz) als Auswahl- und Bewertungskriterien genannt.

Autor: Andreas Mettler
Datum: Donnerstag, 12. Februar 2009 17:54
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