Regierung und Familie
Familie und Beruf unter einen Hut zu bekommen ist heute kein leichtes Unterfangen. Im Gegensatz zu früher, wo die Frauen und Mütter noch Zuhause waren und die Kinder, wie auch den Haushalt organisiert haben, stehen die heutigen Mütter mit beiden Beinen voll im Berufsleben und müssen zudem noch die Kindbetreuung auffangen. Die Väter sind meist voll berufstätig und kümmern sich nebenher ebenfalls um die Kinder und zum Teil um Haus und Hof.
Die Tendenz, dass immer mehr Kinder und Jugendliche sich selbst überlassen bleiben ist eine sehr bittere Wahrheit und seit Jahren kaum aufzuhalten. Die Gesellschaft wie auch die Regierung erwartet heute von den Müttern, dass diese sich im Berufsleben genauso integrieren, wie auch in die Kindesbetreuung. Das eines von beidem in der Regel auf der Strecke bleiben muss, liegt klar auf der Hand. Doch die Regierung will diese Prognose nicht sehen. Im Kampf um die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands gegenüber anderen Nationen ist der Maßstab aller Dinge, wenn auch immer mehr Menschen neben Beruf und Alltag mit der Erziehung der eigenen Kinder absolut überfordert sind.
Da wird an dieser Stelle dann in der Regierung der Haushalt als Mittel zum Zweck genutzt, Therapien und seit neuem Erziehungscamps zu unterstützen, die die Kinder wieder auf den richtigen Weg bringen sollen. Eine traurige Bilanz, wenn man bedenkt, dass die Kinder von heute die Zukunft von Morgen sind.
Ab nächstes Jahr soll es dann noch etwas mehr Kindergeld geben. Eine genauso traurige Wahrheit, dass das dritte Kind angeblich geldlich mehr wert sein soll, als die beiden ersten Kinder. Kostet das dritte Kind mehr als das erste Kind? Zehn Euro sollen jeweils für die ersten beiden Kinder mehr gezahlt werden. Schaut man sich einmal die Preise an, kann man darüber nur lachen oder den Kopf schütteln.
Dazu kommen dann die Kosten für die Ganztagsbetreuung, die man auch aus der eigenen Tasche zahlen muss. Schaut man sich einmal die Regelungen anderer Länder an, dann bleibt nur zu fragen, wieso es so schwer sein kann, sich ein Beispiel daran zu nehmen, an Dingen die woanders lebendig und funktionierend gelebt werden.
