Systemaufbau von Red Hat Linux – Der Kernel
Der neue Linux Entwickler Kernel in der Version 2.6.26 wurde im Juli 2008 zum Download freigegeben. Der Kernel stellt das Herzstück vieler Linux Distributionen dar wie beispielsweise Red Hat Linux. Zu den Aufgaben dieses Betriebskerns zählen die Verwaltung von Prozessen und Speicher, Verteilung der Last, Erzwingung von Sicherheitsbestimmungen, Multitasking und Steuerung von Eingabe / Ausgabe Operationen an unterschiedliche Geräte. Der Kernel ist eine Schicht, die als Schnittstelle zwischen Hard- und Software fungiert. Diese Schicht und die Operationen darin werden als Kernel Mode bezeichnet.
Dagegen befindet sich das eigentliche Betriebssystem und die Software in einer weiteren Schicht, die Benutzer Mode genannt wird. Wird eine Software ausgeführt, so erhält sie beim Start eine Prozessorzeit vom Kernel zugewiesen. Außerdem wird dem Prozess ein Speicherbereich zugeteilt. Wollte die Software einen Gerätetreiber ansprechen, so muss das über einen Systemaufruf geschehen, da die Privilegien für den Benutzermodus eingeschränkt sind. Der Vorteil liegt hierbei, dass kein Programm in der Lage ist, das komplette Betriebssystem zum Absturz zu bringen. Diese Stabilität wird von vielen Administratoren als eine der herausragendsten Eigenschaft von Linux sehr geschätzt.
Begonnen hat dieses OpenSource Projekt mit dem Finnen Linus Torvalds. Er entwickelte und programmierte den ersten Kernel fast komplett in der Sprache C und veröffentlichte ihn 1991 samt Quellcode im Internet. Der freie Zugang lud viele Programmierer zur Beteiligung ein, so dass sich eine globale Entwicklergemeinde bildete. Zwar zählt der Linux Kernel zu den monolithischen Betriebskernen, besitzt allerdings die Eigenschaft, einzelne Module in den laufenden Betrieb hinzu laden zu können. So können beispielsweise sämtliche Treiber als Module ausgelagert werden und nach Bedarf in den Speicher geladen werden. Das macht den Linux Kernel zu einem dynamischen und flexiblen Betriebskern.
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