Hunde überall

Seit Beginn ihrer Domestikation scheinen Hunde die Menschen zu allen Zeiten stark beschäftigt zu haben. Das zeigen überlieferte Geschichten, das Vorkommen der Hunde in der Literatur, Folklore und sogar Religion. Auch Kunst, Kunstgewerbe und diverser Kitsch stellen und stellten zu allen Zeiten auch Hunde dar.

Bereits in den Höhlenbildern der Frühzeit sind Jagdhunde und Hütehunde dargestellt. Eine gewisse Vermischung von Darstellung und Religion hat es ja häufig gegeben, so zum Beispiel auch im alten Ägypten, wo man sich Gott Anubis als Mensch mit Hundekopf vorstellte und bildlich und figürlich darstellte.

Ebenso kennen die altgriechische und die römische Mythologie kannten Hunde, die als Begleiter von Helden und Göttern eine Rolle spielten oder ehrenhafter Weise zu bestimmten Anlässen geopfert wurden. Übrigens kannten auch Indianer in Nordamerika das Opfern von Hunden und sahen das ebenfalls als besondere Ehre für das betroffene Tier an. Hoffentlich hat diese grausame Sitte inzwischen ein Ende gefunden, denn es ist nicht vorstellbar, dass irgendein Lebewesen es als erstrebenswert ansehen könnte, ein oft qualvoll umgebrachtes Opfer religiöser Phantasien zu werden. Natürlich gibt es auch etliche Berichte mit erfreulichem Zusammenhang. Wer hätte nicht die Geschichte des Hundes Argos in Homers Ilias m Gedächtnis, dessen Treue die Jahre der Fahrten des Odysseus überdauerte und der ihn dann bei seiner Heimkehr als einziger wiedererkannte. Das lässt doch darauf schleißen, dass Hunde in der Welt Homers einen sehr hohen Stellenwert hatten.

Auch in der bildenden und darstellenden Kunst aller Jahrhunderte gibt es Darstellungen der unterschiedlichsten Hunde in allen Situationen vom Schoßhündchen adeliger Damen bis hin zum Kampfhund der Legionäre und von Hunden mit den unterschiedlichsten Aufgaben, sei es als Wächter, bei der Jagd, als Hütehund oder bei anderen Tätigkeiten.

Bis in die Filme unser Zeit zieht sich die Gegenwart der Hunde. Wer kennt nicht Lassie, Rin Tin Tin, Kommissar Rex und diverse andere Hunde aus Filmen und Serien. All das zeigt, dass es neben den oft auffälligen Verkrampftheiten im Verhältnis zum Hund und den ebenso oft skurrilen Gesetzeswerken im Zusammenhang mit Hunden auch immer noch viele, viele Menschen gibt, die sich für Hunde begeistern und die uralte Gemeinschaft von Mensch und Hund auch in Zukunft fortsetzen wollen.

Autor: Eckbert Heinenberg
Datum: Donnerstag, 20. Dezember 2007 20:04
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